Deutschland: Krisenland oder unterschätzter Investitionsstandort?
Shownotes
Alexander Lorz ist gerade aus Bangkok zurück, wo er bei der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) war. Direkt danach ging es für ihn zum Invest in Germany Summit nach Berlin. Zwei Veranstaltungen, viele Gespräche und eine spannende Frage: Wie blickt die Welt eigentlich auf Deutschland?
Die Einschätzung ist differenzierter, als man vielleicht vermuten würde: Ja, wir müssen bei Bürokratieabbau, Reformen und künstlicher Intelligenz vorankommen. Gleichzeitig gelten unsere politische Stabilität, Verlässlichkeit und industrielle Basis international weiterhin als wichtige Stärken.
Das Potenzial ist da. Aber wie machen wir mehr daraus? Und was erwarten internationale Investoren jetzt konkret von Deutschland?
Darüber sprechen Anja Marell und Alexander Lorz in der neuen Folge von „Lass uns über Politik reden“.
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00:00:11: Herzlich willkommen.
00:00:12: Lass uns über Politik reden, Alexander!
00:00:15: Ja ich freue mich drauf lieber Anja und ich hoffe unsere Zuhörer freuen sich auch aber sonst hätten sie wahrscheinlich nicht eingeschaltet.
00:00:22: Wir haben ganz aktuell etwas.
00:00:24: du bist quasi aus dem Flieger gefallen
00:00:27: so ungefähr
00:00:28: nach zwei Veranstaltungen und einer sehr intensiven Zeit aus deinem Ressort.
00:00:33: Du warst beim IEF bei der Jahrestagung in Bangkok Und bei den Investoren Gipfel.
00:00:39: ist das als Arbeitsbegriff zulässig?
00:00:41: Ja, also ich glaube der offizielle Begriff war Invest in Germany Summit.
00:00:46: Aber das kann man glaube ich durchaus vernünftig mit Investoren Gipfel übersetzen
00:00:51: und bei beiden Veranstaltungen warst du quasi frisch zurück und das ist unser Thema heute.
00:00:56: wir wollen natürlich erfahren.
00:00:58: Ich will erfahren wie ihr von dir hören was genau dort passiert ist, warum du da warst und was so interessant sein könnte für uns eben auch deine Bewertung aus deiner Perspektive heraus.
00:01:09: Etwas, was nur jemand erzählen kann der als Politiker wirklich dabei war?
00:01:14: Ja in der Tat wird es wahrscheinlich nicht so viele Leute geben die beide Veranstaltungen gemacht haben.
00:01:20: das war ein sehr lustiger Zufall dass sie direkt hintereinander lagen.
00:01:23: also ich kam wirklich am Sonntagabend von aus Bangkok zurück vom Behrungsfonds und bin direkt am Montag nach Berlin weitergeflogen, weil es dort Montagabend eben auch der Investorengipfel begann.
00:01:35: Der dann am Dienstag vor allen Dingen stattgefunden hat.
00:01:39: Allerdings habe ich auf dem Investoren-Gipfel durch das Einigeleute aus der Finanzbranche wieder gesehen die noch am Samstag mit mir zusammen in Bangkok waren.
00:01:46: also den Weg haben offensichtlich noch mehr angetreten.
00:01:49: Wir haben zum IWF schon mal.
00:01:51: als du das erste Mal da warst Das war im Jahr zwanzigundzwanzig haben wir auch schon einmal eine Folge gemacht.
00:01:55: letztes Jahr warst Du nicht dort.
00:01:56: Das ist ja jährlich dann eine Tagung, dieses Jahr dann wieder.
00:02:01: Aber auch in einer etwas anderen Rolle.
00:02:02: Also im Jahr zum Jahr zu dem Jahr, dass du hierhin gefahren bist und hingeflogen bist als jetzt dieses Jahr?
00:02:10: Ja also im Jahr zu diesem Jahr bin ich quasi eigene Rechnung als Finanzminister des Landes Hessen hingeflogen weil mir alle Leute in der Finanzbranche gesagt haben sie müssen da unbedingt hin.
00:02:21: Sie sind jetzt neu im Amt des hessischen Finanzministers.
00:02:24: Das muss man dazu sagen, darüber haben wir ja auch schon manchmal gesprochen.
00:02:26: Die Besonderheit des hessischen Finanzministers ist halt das bei uns der Finanzplatz Frankfurt sitzt und alle die am Finanz Platz Frankfurt tätig sind und die eben auch regelmäßig zu diesen Jahrestagen von Währungsfonds Weltbank gehen Wir haben gesagt, sie müssen da unbedingt mal hinkommen.
00:02:41: Sie müssen sich zeigen – Sie müssen das Land Hessen zeigen!
00:02:44: Darum geht es ja im Ergebnis, damit man sie eben wahrnimmt und als politischen Repräsentanten des Finanzplatzes Frankfurt wahrnibt zusätzlich zum Bundesfinanzminister, der das natürlich von Amtswegen repräsentieren muss und damit die Kontakte aufbauen können, die ich ja vorher auch im Finanzbereich nicht hatte.
00:03:02: Und das hat sich auch wirklich gelohnt.
00:03:04: Das muss ich wirklich sagen, einfach mal den Charakter dieser Veranstaltung mitzubekommen gerade auf die Veranstaltungen der ganzen deutschen Finanzinstitute, die dort repräsentiert sind und dass die Deutsche Bank ist, die Commerzbank aber eben auch die zum Beispiel die KfW, die kredite Anstalt für Wiederaufbau und viele mehr.
00:03:22: also das war eine sehr sinnvolle Geschichte.
00:03:25: dieses Jahr abgesehen darf man so solche Dinge von Zeit zu Zeit natürlich auffrischen muss.
00:03:31: Deswegen muss man vielleicht nicht jedes Jahr hin als Landesfinanzminister, aber man sollte sich schon ab und zu da blicken lassen um diese Kontakte auch immer wieder zu aktivieren.
00:03:40: Aber dieses Jahr hatte ich eine besondere Rolle weil ich vom Bundesrat aussersehen war als einer von zwei Länderfinanzministern, das ist jedes Jahr so.
00:03:49: Jedes Jahr werden immer zwei ausgeguckt als offizieller Repräsentant des Bundesrates und im Auftrag des Bundesratens bei der offizielle Delegation von Bundestag und Bundesrat sozusagen mitzulaufen.
00:04:03: Also du bist wirklich mit Lars Klingbeil dann mitgelaufen?
00:04:06: Ja!
00:04:06: Der Bundesfinanz-Minister hat nochmal seine eigene... Delegation quasi, beziehungsweise ist dort auch auf eigener Faust unterwegs.
00:04:14: Der hat natürlich viele Treffen und Gespräche die nur er führen kann.
00:04:20: Allein schon im Bereich G-Acht, G-Zwanzig, wo sich natürlich nur die Finanzminister der großen Industriestaaten treffen.
00:04:27: also wir haben mit... Wir dagegen waren als Parlamentarier unterwegs.
00:04:31: Also Bundestag und Bundesrat das zählt als parlamentarischer Arbeitsgruppe Und hatten unser eigenes Programm sehr stark auch eben auf Veranstaltungen mit den deutschen Institutionen, mit den Deutschen Repräsentanten konzentriert war.
00:04:47: Und wir hatten dann am Samstagmorgen sozusagen ein Abschlusstreffen mit dem Bundesfinanzminister mit Lars Klingbeil wo wir unsere Erfahrungen wechselseitig ausgetauscht haben also formal zwei verschiedene Delegationen aber natürlich alle in einer Mission und einem Ziel unterwegs.
00:05:03: Beschreibst du bitte nochmal kurz was ist der IWF?
00:05:08: Und wozu gibt es diese Jahrestagung?
00:05:10: Ja.
00:05:11: Also, der Internationale Währungsfonds ist in nineteenhundertvierundvierzig als Teil des sogenannten Bretton-Boot Systems zur Gestaltung der wirtschaftlichen finanziellen Nachkriegsordnung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gegründet worden zusammen mit der Weltbank und Es gibt eine Arbeitsteilung zwischen diesen beiden internationalen Finanzinstitutionen die beide in Washington beheimatet sind.
00:05:35: Die Weltbank ist sozusagen die jenige internationale Finanzinstitution, die mit diversen Untergesellschaften, deswegen spricht noch von der Weltbankgruppe sich vor allem um Entwicklungspolitik kümmern.
00:05:48: Also um die Finanzierung von Entwicklungsvorhaben und Entwicklungsprojekten jetzt mal ganz holzschnittartig dargestellt.
00:05:55: Und der Internationale Währungsfonds ist die Institution, die sich sozusagen um das finanzielle Gleichgewicht auf der Welt, also das Gleichgewichts des Weltfinanzmarktes kümmern soll und der daher vor allem darauf achtet ob es irgendwo Zahlungsungleichgewichte zwischen den Mitgliedstaaten gibt.
00:06:13: Ob Mitgliedsstaaten irgendwo in Not geraten, die dann wiederum eine Gefahr oder Erschütterungen für das internationale Finanzsystem darstellen können Erschütterungen des internationalen Finanzsystems, die aus Konflikt oder Problemlagen einzelne Mitgliedstaaten resultieren können.
00:06:33: Abfedern oder idealerweise von vornherein vermeiden?
00:06:36: Als du das letzte Mal wiedergekommen bist, da standen wir nach der Wahl von Donald Trump aber vor Beginn seiner Amtszeit als Präsident.
00:06:45: Da berichtetest du, dass insgesamt schon ... Irgendwie eine positive Haltung grundsätzlich oder Erwartung da war, aber die Sorgen trotzdem groß waren.
00:06:54: Was passiert jetzt?
00:06:55: Wenn er das alles umsetzt, was er angekündigt hat... Jetzt sind wir zwei Jahre weiter roundabout!
00:07:01: Was hast du mitgenommen?
00:07:03: wie beurteilt der IWF die globale Lage?
00:07:06: Also in der IVF schützt die globales Lage im Moment als stabil Aber fragil ein.
00:07:14: so kann man es vielleicht am besten zusammenfassen.
00:07:16: ich meine mehr diesen zwei Jahren Auch wirklich einiges erlebt.
00:07:20: Klar, auch vor zwei Jahren tobte schon der russische Angriffskrieg gegen die Ukrainen.
00:07:24: Auch da hatten wir schon Probleme beispielsweise mit den Energiepreisen.
00:07:28: aber was wir noch nicht hatten war der Konflikt etwa um die Straße von Hormuz also dass sich im Moment in mittleren Osten abspielt.
00:07:37: das war jedenfalls in diesem Ausmaß noch nicht annähernd der Fall Und seit er sind ja beispielsweise die Energiepreise explodiert.
00:07:47: Was natürlich auch vor zwei Jahren noch nicht der Fall war, war all das was Präsident Trump in seinen Zöllen ausgelöst hat also im Prinzip diese Unterminierung der internationalen Handelsordnung dieses Infragestellen der Regeln nach denen eigentlich immer der globale Austausch von Waren und Dienstleistungen funktioniert hat und daraus resultieren ja auch ganz erhebliche Erschütterungen im Handels- und Wirtschafts.
00:08:11: System.
00:08:12: Und der IWF stellt fest, dass die Weltwirtschaft diese Shocks bisher erstaunlich gut abgefangen hat warnt aber auch davor das man da irgendwann auch einen Kipppunkt erreichen könnte an dem die Belastung so groß wird, dass es eben zu nachhaltigen Friktionen in der Weltwirtschaft kommen könnte.
00:08:32: Die wir im Moment noch nicht sehen.
00:08:33: Aber wir sehen eben auch, wie er sagt, dass die Lage fragil ist.
00:08:38: Dass die Ungleichgewichte, die der Währungsfonds genau bekämpfen soll, sehr stark vorhanden sind.
00:08:44: Wir sehen die Ungleichtgewichte in den USA... sich erstens viel zu hoch verschulden und nach Ansicht des EWF mehr sparen müssten.
00:08:54: Wir sehen die Ungleichgewichte in China, wo die Binnennachfrage weitgehend eingebrochen ist.
00:09:01: China alles in die Exportwirtschaft drückt was eben auch international zu Ungleich gewichten beiträgt.
00:09:06: Und wir sehen das in Europa, damit sind die drei großen Wirtschaftsräume angesprochen.
00:09:12: In Europa, wo das Problem darin besteht, dass über Jahre hinweg zu wenig investiert worden ist und Europa jetzt dringend bei den Investitionen aufholen muss was aber angesichts der hohen Staatsverschuldung auch in den meisten jedenfalls der Großen EU Mitgliedstaaten auch ein problematisches Unterfangen ist.
00:09:28: Das alles enthält schon Sprengpotenzial.
00:09:31: deswegen der Währungsfondsacht.
00:09:33: also Man kann sich nicht darauf verlassen, dass die Weltwirtschaft auch weiterhin alles so wegstecken wird wie sie das erstaunlicherweise in den letzten zwei Jahren weggesteckt
00:09:40: hat.
00:09:41: Nun bist du mit der deutschen Perspektive hingefahren?
00:09:43: Mit welchen Erwartungen und mit welchen Ergebnissen?
00:09:47: Also ich habe mich ehrlich gesagt ein bisschen gefragt ob man uns jetzt eher eine Mitleid entgegenbringen wird also nach dem Motto Deutschland der kranke Mann Europas und kommt ja nochmal wieder auf die Beine oder vielleicht auch Ja, Ärger ist jetzt zu viel gesagt.
00:10:06: Aber schon Kritik uns entgegenbringen wird nach dem Motto ihr seid so sklerotisch.
00:10:12: Ihr müsstet eigentlich dringend Reformmaßnahmen ergreifen und ihr kriegt nichts auf die Kette.
00:10:17: Und erstaunlicherweise war beides nicht der Fall sondern erkennt natürlich schon dass wir Probleme haben unser Potenzialwachstum im Moment zu gering ist, dass wir über gewisse Zukunftstechnologien wie künstlicher Intelligenz das war sowieso inhaltlich das total beherrschende Thema auf der Konferenz.
00:10:37: Dass wir da hinterher hinken und dass wir von den Reformen die wir diskutieren halt noch einiges umzusetzen haben.
00:10:46: Das wird schon alles gesehen und trotzdem sieht man auf der anderen Seite auch.
00:10:52: also erstens Wir sind immer die drittgrößte Volkswirtschaft und wir stellen als solches schon eine ernstzunehmende wirtschaftliche Macht dar.
00:11:01: Zweitens, wir sind im Verhältnis zu nahezu allen anderen großen Industriestaaten noch immer ein finanzpolitischer Musterknabe mit unserer Schuldenstandsquote im Verhaltnis zum Bruttoinlandsprodukt auch wenn wir gerade im Moment viele Schulden aufnehmen.
00:11:16: Aber wir nehmen diese Schulden ja auf, um Investitionen zu tätigen.
00:11:19: Gerade auch Investition in unsere Infrastruktur.
00:11:23: Deswegen ist so ein bisschen die Haltung grundsätzlich der richtige Ansatz und Deutschland kann sich das leisten jedenfalls für einen gewissen Zeitraum hier auch kreditfinanziert entsprechend zu investieren.
00:11:35: Und man sieht nach wie vor unser hohes technologisches Potenzial Auch wenn wir vielleicht in solchen Zukunftsfragen wie AI, also künstliche Intelligenz hinterherhängen.
00:11:47: Aber wir haben eine nach wie vor sehr starke, sehr gesunde industrielle und technologische Basis so dass der Die generelle Empfehlung eigentlich war, ihr müsst das nur kombinieren.
00:12:00: Nehmt eure gute Basis möbelt sie jetzt mal mit künstlicher Intelligenz so richtig auf reformiert noch was bei euch im Agen liegt also sprich Sozialsystem und Bürokratie Und dann seid ihr ein hoch attraktives Land.
00:12:16: und damit verbindet sich diese Einschätzung verbindet sich sogar eine gewisse Erwartungshaltung, weil man eben auch an die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt den Anspruch stellt.
00:12:29: Ihr müsst doch irgendwie eine Führungsrolle übernehmen und zwar eine Fährungsrolle für die ökonomischen Mittelmächte von denen wir selbst eine sind und von denen wie die größte sind denn größer als wir sind nur Amerika und China Und das sind keine ökonomischen Mittelmechte Das sind die ökonomischen Großmächten auf dieser Welt Die aber Gerade von all den anderen ökonomischen Mittelmechten, durchaus mit Argwohnen betrachtet werden.
00:12:55: Also China sowieso Aber Amerika eben auch seit Donald Trump, weil man sagt Amerika ist einfach unverlässlich geworden Es ist eigentlich ja unverzichtbar Amerika immer der zentrale Knoten der Welt wirtschaft aber Wir wissen ja nicht mehr was denen morgen einfällt aber sie jetzt wieder anders machen.
00:13:16: Wir müssen versuchen, uns irgendwo davon abzukoppeln und das ist vielleicht auch noch ein Punkt den man mit Blick auf Deutschland ganz besonders betont hat.
00:13:24: Die Mutter ihr seid einfach stabil unverlässlich Und ihr habt zwar vielleicht ein bisschen arg komplexe Regeln und die gehen uns auch der Ein- oder Ansteller auf den Wecker aber wir wissen wenigstens dass ihr euch an eure regeln haltet.
00:13:37: Das ist auf dieser Welt leider Gottes keine Selbstverständlichkeit mehr und ist im Moment deswegen tatsächlich ein deutsches Asset.
00:13:43: Können wir ein bisschen konkret an Beispielen machen, wer Mann ist.
00:13:47: Also Mann hat gesagt einfach um auch einen Eindruck zu bekommen... Mit welchem Hintergrund und mit, mit welchem Gewicht eigentlich dann sich so eine solche Rückmeldung zusammensetzt.
00:13:57: Ist es halt irgendwie bei den Kaffee gesprächen oder auf welcher Bedeutungsstufe gehabt ihr insgesamt solcher Eindrücke eingesammelt?
00:14:05: Also ich habe jetzt hier in der Tat den Gesamteindruck geschildert das ich auch sozusagen aus allen Veranstaltungen ergeben hat.
00:14:12: aber ich kann's ja versuchen an ein paar Punkten zu illustrieren.
00:14:15: Also natürlich zum Beispiel die generelle Einschätzung, die habe ich vor allem aus dem Bericht der Generaldirektorin des internationalen Währungsfonds entnommen, Frau Georgieva.
00:14:25: Die traditionell in der Plenary Session am Freitag dieser Tagungswoche gemeinsam mit den Präsidenten der Weltbankgruppe, der hält dann auch seine jährliche Ansprache eigentlich bestätigt die ganze Plenary-Session nur aus den beiden Ansprachen dieser beiden Führungsfiguren und der beiden Internationalen Finanzinstitutionen.
00:14:44: Und da hat zum Beispiel Frau Georg Jäber sich eben ganz stark auf die Industriestaaten fokussiert, was der IWF normalerweise nicht unbedingt tut.
00:14:52: Weil die Länder, denen er aus der Patsche helfen muss, sind ja meistens doch eher Entwicklungs- und Schwellenländer.
00:14:57: Aber man merkt, dass sich der IVF Sorgen macht, das auch der ein oder andere Industriestart in eine krisenhafte Situation abgleiten könnte.
00:15:06: Da steht im Moment natürlich vor allen Dingen Frankreich im Fokus.
00:15:10: also das war sozusagen die generelle Betrachtung.
00:15:13: Dann ja natürlich aus den Kaffegesprächen, aus dem Gesprächen bei den Empfängen.
00:15:18: Dafür sind es ja da von denen an jedem Abend mindestens vier oder fünf mehr stattfinden.
00:15:26: gut dass es in Bangkok so viele Hotels mit irgendwelchen Rooftop-Bars gibt wo die stattfinden konnten.
00:15:33: In Washington sind die Locations nicht so schön wie sie in Bangkok waren.
00:15:38: aber das ist jetzt nur eine Randnotiz.
00:15:39: also man unterhält sich mit vielen Leuten.
00:15:43: Ich will, um auch das ein bisschen konkreter zu machen.
00:15:45: Wir haben ja auch eigene Veranstaltungen gemacht.
00:15:47: also ich bin ja nicht nur beim quasi in der Delegation mitgesprungen sondern wir haben auch einen Tag uns genommen und haben gesagt da machen wir was als Hessen selbstständig Und wir haben das getan.
00:15:59: für unseren Finanzplatz.
00:16:01: In Zusammenarbeit mit Frankfurt MeinFinance Haben wir einen Roundtable mit einem maßgeblichen Vertretern vor allem der japanischen Business Community gemacht für die Frankfurter Messe zwei Veranstaltungen, vor allem mit dem Schwerpunkt auf thailändische und südostasiatische Geschäftspartner gemacht.
00:16:22: Und im Falle Thailands – jetzt das Beispiel des Gastgebers zu nehmen ist es zum Beispiel so Thailand verhandelt mit der EU schon relativ lange über ein Freihandelsabkommen ist die ganze zeit so ordentlich vorangekommen aber schien auch noch eine ganze weile zu dauern.
00:16:40: und wir sehen jetzt zum beispiel das haben die unterhändler zum teil berichtet dass thailand ganz großen druck drauf gibt dies abkommens zum abschluss zu bringen.
00:16:49: auch da zu kompromissen breites im sinn auf der europäischen union weil ihnen etwas daran liegt mit diesem wirtschaftsraum da ist nun mal deutschland der herausragende aktör als größte volkswirtschaft der eu weil ihnen etwas daran liegt, mit diesem Wirtschaftsraum einen engeren Austausch zu kommen.
00:17:06: Japaner muss das Gleiche gespiegelt jetzt ohne Freihandelsabkommen und daran merkt man dass der Fokus ein anderes.
00:17:14: die Welt organisiert sich neu und dabei ist Europa ein sehr interessanter Ankerpunkt geworden.
00:17:24: Das ist das eine.
00:17:25: also das habe ich aus Bangkok mitgenommen Und aus Berlin habe ich beispielsweise mitgenommen, also um mal zwei herausragende Akteure dort zu nennen.
00:17:36: Der eine ist ja auch durch die ganze Presse gegangen weil er am Montagabend quasi der Starrgast des Bundeskanzlers war und der Chef von NVIDIA das wertvollste Unternehmen in der Welt Jensen Huang der wirklich auch mal so seine Bewertung Deutschlands und seine Perspektive, wozu Deutschland innovativ fähig sein könnte entfaltet hat.
00:18:01: Das fand ich sehr interessant.
00:18:03: Es war nicht sehr ermutigend weil das hat jemand wie der Chef von Invidia wirklich nicht nötig uns da Honig um den Bart zu schmieren.
00:18:10: und selbst wenn ich also den Honig, den man Gastgeber natürlich traditionell immer um den Bar schmiert abziehe ist dann noch wirklich auch eine Erwartung hängen geblieben.
00:18:20: Das hat man gesehen gesagt, ich investiere hier.
00:18:22: Ich investiere auch signifikant weil das Geld hier gut angelegt ist und das haben viele gesagt es wurden ja viele Investitions zu sagen auch eingesammelt im Zuge dieses Gipfels Und auf dem Abschlusspanel.
00:18:34: um jetzt das letzte Beispiel zu bringen Dann hoffe ich war ich konkret genug.
00:18:37: mit dem Abschluspaneln Hat beispielsweise Mallory Fink also der Chef von Blackrock auch ein bekannter Name uns auch noch mal erklärt.
00:18:46: Also der hat dann gesagt, er will jetzt mal bewusst ein bisschen kritischer sein weil eben so viele jetzt positiv geredet haben über Deutschland.
00:18:56: Er wollte schon sagen also wir müssten das was wir ankündigen auch umsetzen.
00:19:00: You have to execute sagt er so schön auf Englisch und aber auch da schwang mit nach dem Motto also ich sehe sehr wohl bis jetzt noch viele Worte und wir wollen auch noch Taten sehen.
00:19:14: Aber wenn ihr das, was ihr ankündigt auch wirklich in die Tat umsetzt dann sind wir auch interessiert.
00:19:21: Dann seid ihr einfach ein attraktives Anlageziel und das ist ja das wo auf dieser Investoren-Gipfel auch abgezählt hat.
00:19:28: Als ich euch in der Delegation in Bangkok noch bevor es nach Berlin weiter ging ausgetauscht habe war der Eindruck bei allen Delegierten so oder gab's da Unterschiede?
00:19:42: Also ja, wir sagen grundsätzlich war der Eindruck schon bei allen Delegierten so.
00:19:48: Der Bundesfinanzminister hat den Eindruck auch, er hat uns aus seinen Gesprächen wiedergespiegelt.
00:19:54: Ich sage mal es gibt natürlich auch, das ist jetzt eine Frage der Parteipolitik, es gibt auch Erdelegierte also in diesem Falle Mitglieder des Bundestages die halt einer Gruppierung angehören, die keinen positiven Blick auf Deutschland hat und die sich mit diesem negativen Blick auch nicht kaputt machen lassen wollen.
00:20:21: Ich glaube weiß jeder von wem ich da rede.
00:20:24: Und den hat man angemerkt dass denen das Ganze sozusagen einfach in so rosigen Farben gezeichnet war.
00:20:32: Es hat ihn nicht gepasst.
00:20:33: Das hat ihn eigentlich erwartet, dass wir ganz anders in den Senkel gestellt werden.
00:20:37: so wie ich meine eigene Erwartungshaltung am Anfang geschildert habe.
00:20:39: nach dem Motto ihr seid entweder sklerotisch und unfällig euch zu reformieren oder ihr seid auf einem gefährlichen Weg beispielsweise im Sorge um Schulden finanzierten Sondervermögen und das wird euch alles in den Abgrund führen hat uns halt keiner so wieder gespiegelt und hat man gemerkt, dass konfligierte mit dem Weltbild des einen oder anderen Mitglieds der Delegation.
00:21:06: In Berlin dann wer war alles mit dabei?
00:21:09: Das war eine Regierungsveranstaltung aber in diesem Fall ja auch durchaus bewusst so denn man wollte ja den Investoren spiegeln nach dem Motto Deutschland heißt euch willkommen.
00:21:22: Und da interessiert ihr natürlich vor allem, was denkt sozusagen die oberste Exekutive also im Bereich eben Bund und Länder.
00:21:27: Deswegen erstand natürlich der Bundeskanzler im Mittelpunkt.
00:21:31: Die Bundeswirtschaftsministerin hat das Ganze organisiert aber der Bundesfinanzministerin Vizekanzler war natürlich auch prominent vertreten sowie noch eine Reihe anderer Mitglieder des Bundeskabinetts ebenso natürlich auch die Bundesländer, die teilweise sogar auf Ministerpräsidenten Ebene vertreten waren.
00:21:49: Bei mir hat es sich das ja auch sehr kurzfristig ergeben, dass der Ministerpräsident mich gebeten hatte in seiner Vertretung dorthin zu fahren.
00:21:56: also andere Länder waren auch Also durch den Finanzminister glaube ich nur Baden-Württemberg, aber meistens natürlich durch die Wirtschaftsminister vertreten.
00:22:04: Aber auf jeden Fall waren sie alle hochrangig da und wir alle haben eigentlich diese eine Mission gehabt zu spiegeln.
00:22:12: Deutschland ist ein gutes Land um zu investieren und wir heißen Investitionen und Investoren willkommen.
00:22:18: Mich interessiert ja auch immer wie geht so die Dynamik?
00:22:21: Warum machen Menschen was?
00:22:25: So einen großen Gipfel in Berlin, in Präsenz.
00:22:30: Warum braucht diese Symbolik für die Willkommens- oder als Willkomsgroß?
00:22:36: Oder ist es mehr als Symbolic?
00:22:39: Ich würde sagen, wenn's das nicht bräuchte, dann wäre nicht so viele Hochangewirtschaftsvertreter gekommen.
00:22:45: Das konnte ja keiner zwingen.
00:22:47: und wenn sie gesagt hätten, dass um den überflüssigen Showveranstaltungen ... Dann wären Sie nicht hingefahren!
00:22:53: Also steckt das schon eindeutig mehr drin.
00:22:57: Jetzt muss man aber auch mal historisch zurückblicken, Deutschland ist traditionell nicht das Land der solche Gipfel ausrichtet.
00:23:03: Wir waren ja auch, wir sagen in der Vergangenheit immer auch so attraktiv genug für Investitionen hatten das Gefühl, dass haben wir nicht nötig.
00:23:11: Das passt nicht zu uns, Show ist ja auch nicht unser Ding.
00:23:14: also wir überzeugen einfach durch Leistung und damit ist gut.
00:23:18: Andere Länder haben das aber in den vergangenen Jahren schon auch inszeniert solche Gipfel.
00:23:25: Also herausragende sind.
00:23:26: mal das Beispiel Frankreichs, ich meine es können ja auch wie kein anderer Aber auch in den USA hat sowas natürlich schon gegeben nicht nur aber natürlich mit besonderem Pump unter Donald Trump und andere Länder machen so was auch Und da war einfach der Gedanke dahinter in der Welt von heute.
00:23:45: Es ist vielleicht nicht mehr so selbstverständlich, dass man sich einfach zurücklehnen durch gute Leistungen alleine überzeugen kann.
00:23:52: Sondern man muss auch ein bisschen die Trommel schlagen und das ist ja noch Aufgabe der Politik ein bisschen trommeln zu schlagen um eben auch solche Leute in dem Falle potenzielle Investoren anzuziehen.
00:24:05: Und Wirtschaft ist bekanntermaßen zu einem wesentlichen Teil auch Psychologie.
00:24:09: Das heißt diese Willkommensbotschaft, die dieser Gipfel natürlich aussehen sollte und auch ausgesendet hat.
00:24:16: Das macht glaube ich schon was mit den Adressaten.
00:24:20: Also natürlich verändert es keine betriebswirtschaftlichen Kalküle Und niemand wird jetzt eine Investition in Deutschland tätigen, die sich betriebeswirtschaftlich nicht rechnet nur weil er auf so einem tollen Gipfel hoffiert worden ist.
00:24:33: Aber vielleicht blickt man wenn man auf einem bestimmten Betrag von Geld sitzt oder ein bestimmtes Projekt vorhat und sagt, wo könnte ich das jetzt machen?
00:24:44: Wo sind die Bedingungen für mich am besten?
00:24:47: Betrachte ich das Land was mich zu so etwas eingeladen und hoffiert hat.
00:24:51: Vielleicht doch ein bisschen wohlwollender weil ich spüre dass mir eben auch Wohlwollen entgegen gebracht wird als wenn sie einfach sagen ja komm doch oder nicht uns letztlich egal.
00:25:02: Das ist glaube ich schon die Botschaft die da vermittelt wird und deswegen würde ich die Bedeutung auch nicht unterschätzen.
00:25:07: Jetzt zu der Blick, der internationale Blick auf Deutschland.
00:25:10: und dann noch die Frage investieren wir da oder investieren nicht.
00:25:13: Was hast du klar für dich erkannt?
00:25:16: Worauf wird eigentlich geachtet wenn es um Deutschland geht und worauf nicht?
00:25:20: Also ich finde das durchaus bemerkenswert wie oft mit der Gedanke der politischen Stabilität und des regelhaften Verhaltens betont worden ist im positiven Sinne dass man sich halt in Deutschland auf bestimmte Dinge einfach verlassen kann.
00:25:38: Deswegen aber zum Beispiel auch so etwas wie die Vergesellschaftungsfantasien der Linken in Berlin von Investoren logischerweise mit großer Skepsis gesehen wird.
00:25:47: Also, die achten da sehr wohl darauf.
00:25:48: nach dem Motto ist das jetzt das erste Zeichen der Erosion auch im Deutschland.
00:25:53: Aber grundsätzlich gesteht man uns dazu hier seid stabile seit verlässlich und ihr haltet euch an die Regeln.
00:25:58: Und da es auf dieser Welt nicht mehr selbstverständlich ist, ist das ein Asset geworden für Deutschland.
00:26:06: Negativen Seite steht natürlich auch, eure Regeln sind zu komplex.
00:26:09: Ihr seid zu bürokratisch.
00:26:10: Eure Verfahrens sind zu lang.
00:26:12: Es ist alles zu schwierig bei euch mal zu potten zu kommen und da wissen wir was es etwas woran wir arbeiten müssen.
00:26:21: Das ist einfach eine Frage der Standortbedingungen die wir an dieser Stelle bieten.
00:26:27: Offenheit gegenüber Zukunftstechnologien ist so ne andere Geschichte.
00:26:30: also Man gesteht uns zu, wir kommen mit einer technologischen Basis.
00:26:35: Die besser ist als die der meisten anderen klassischen Industriestaaten weil wir halt auch in unsere industrielle Basis niemals aufgegeben oder verloren haben.
00:26:44: aber Uns fehlt ein bestimmter Stelle.
00:26:48: Thema künstliche Intelligenz.
00:26:51: Ist unsere Zukunftsorientierung noch nicht stark genug?
00:26:54: also das müsst ihr verbessern.
00:26:55: Also es wird schon sehr wohl das positive wie das negative gesehen, aber und das negative sind eigentlich auch alles Dinge die wir ehrlich sind kennen, wo wir auch wissen dass wir die anpacken müssen.
00:27:09: Aber der entscheidende Punkt ist eben, dass man uns das von außen noch immer auch zutraut, dass wir das bewältigen und sieht was wir an positiven zu bieten haben, was auf dieser Welt anderswo keineswegs mehr selbstverständlich ist.
00:27:24: Jetzt ist natürlich die spannende Frage, wie schafft man dann jetzt den Schritt von solchen Erfahrungen?
00:27:30: Von solchen Einschätzung.
00:27:32: Die natürlich auch wenn sie so beschrieben werden diesen Bereich des Verdachts der politischen Floskeln nicht ganz verlassen können.
00:27:42: Weil wie auch es geht jetzt also um den Schritt was heißt denn das jetzt ganz konkret?
00:27:48: Was leisten dann solche Veranstaltungen?
00:27:52: ist wirklich der Gewinn dann und was müsste jetzt passieren, damit daraus etwas Konkretes entstehen kann.
00:27:59: Also du kannst natürlich niemals einen unmittelbaren Kausalitätszusammenhang sozusagen beweissicher herstellen.
00:28:07: Es sind sehr viele Investitionszusagen eingesammelt worden.
00:28:11: Der Bundeskanzler nannte den dreistelligen Milliardenbetrag von all denen die da versammelt waren.
00:28:16: bei diesem Investorengipfel aber natürlich Ich habe es auf jeden Fall schon gesagt, werden die jetzt alle nicht wegen des Gipfels gekommen sein.
00:28:26: Das sind natürlich... Investitionsplanungen sind außerordentlich langfristige Entscheidungen.
00:28:30: also da haben sich schon Leute die Sache sorgsam angeschaut und überlegt und vielleicht jetzt den Gipfel genutzt um das dann eben auch schön öffentlichkeitswirksam zu verkünden.
00:28:41: Wir selber beispielsweise in Hessen, wir hatten ja auch gerade in derselben Woche fast am Tag des Investoren-Gipfels mit dem Spatenstich für das neue Sanofi-Werk eine Investition im Milliardenbereich, die jetzt neu nach Hessen gekommen ist.
00:28:56: Und wie gesagt, jetzt unabhängig von diesem Investorengipfel waren es.
00:29:00: Aber so ein Gipfel wirft halt einfach ... Oder zeigt schlaglichtartig, wie die Situation tatsächlich ist.
00:29:10: Und wenn man dann eben das mal alles zusammennimmt – zum Beispiel unser Ministerpräsident hat ja auch gesagt in den letzten zweieinhalb Jahren, also seit wir mit dieser Landesregierung am Tieren sind allein in Hessen neben dem twenty-fünf Milliardenen Investitionszusagen gekommen und wie gesagt für ganz Deutschland reden wir noch von einer dreistelligen Milliardensumme.
00:29:30: Wenn man sich das anschaut, können wir nicht so schlecht sein?
00:29:34: wie wir uns im Moment teilweise selber machen.
00:29:37: Denn ich meine, internationale Investoren wollen am Ende Rendite auf ihr Kapital sehen und die werden nicht in ein Land investieren wo sie das Gefühl haben dass das gerade dem Bach runtergeht.
00:29:46: Und deswegen ist es schon ein klares Zeichen dafür, dass wir international als keineswegs auf der abschüssigen Seite des Baches gesehen werden sondern als ein attraktiver Investitionsstandort der aber Hausaufgaben zu machen hat.
00:29:59: Und sicherlich wird man in den nächsten Jahren auch sorgsam beobachten, ob wir unsere Hausaufnahmen gemacht
00:30:03: bekommen und Hausaufgeben im Bereich des Bürokratieabbaus im Bereich KI-Entwicklung gab es noch was anderes?
00:30:10: Was du aufgenommen hast, was erwartet wird oder als essentiell vorausgesetzt wird das ist auch sich hier amortisiert.
00:30:20: Ja ich will einen Punkt auf jeden Fall noch nennen.
00:30:23: also wir reden ja logischerweise innenpolitisch vor allen Dingen von Reformen der Sozialsysteme.
00:30:29: Das ist ja auch sicherlich erforderlich, das ist aber fürs Ausland gar nicht mal so interessant, also solange wir die Belastungen aus unserem Sozialsystem tragen können und unsere fiskalische Leistungsfähigkeit oder Tragfähigkeit nicht infrage steht interessiert sich das Auslander für unsere internen Belange nicht zu sehr.
00:30:50: Aber wofür sich ganz viel im Moment interessieren, im Finanzbereich sind unsere reformenden Bereich private Altersvorsorge.
00:30:58: Also wenn es darum geht einen Kapitalstock aufzubauen für die zukünftigen Rentenempfänger und da hat die Bundesregierung wirklich schon einiges auf den Weg gebracht und einiges noch in der Pipeline Und das wird mit hohem Interesse registriert.
00:31:15: weil natürlich klar alle die internationalen Finanzinvestoren Möglichkeiten für ihr zukünftiges Tätigwerden bittern, weil der potenziell riesige Summen natürlich nur in einer langfristigen Perspektive im Raum stehen.
00:31:32: Und weil Deutschland, wenn es sich jetzt endlich auf diesen Weg begibt den anderen Staaten ja schon längst beschritten haben und heute mit riesigen Pensionsfonds gesegnet sind die eben auch mit ihrem Anlagekapital auch wiederum Investitionen in den Ländern erleichtern können.
00:31:48: Und man sieht halt das aufgrund unserer schieren Größe und ökonomischen Kennzahlen Wenn wir uns jetzt auch mal auf diesem Weg begeben dass da einmal ein fast schon in Verruf geratenes Wort zu benutzen, dass da langfristig richtig Wumms dahinter sein könnte.
00:32:04: Und deswegen wird das von all unseren Reformen mal jenseits als Bürokratieabbau natürlich für zukünftige Investitionen im Ausland besondere Aufmerksamkeit betrachtet.
00:32:19: Welche Länder sind das Beispielzeichen, die das schon geschafft haben und über welchen Zeitspanne reden wir bis wir da dann eine vernünftige Schule nächste Stufe erreicht haben?
00:32:28: Ja also wir reden beispielsweise über Kanada.
00:32:30: Ich lasse die US-Arzne mal bewusst weg.
00:32:32: Wir reden über Kanadar, wir reden über Schweden Das sind die herausragenden Beispiele aber auch die Niederlanden Großbritannien könnte man an dieser Stelle anführen.
00:32:43: Ja, wir reden natürlich da über einen sehr langfristigen Anlagehorizont.
00:32:47: Also es braucht eine Generation um einen solchen Kapitalstock aufzubauen.
00:32:53: also im Prinzip kann man sagen so in dreißig Jahren könnten wir dann auf einem sitzen der uns eben wirklich auch Schlagkraft verleiht.
00:33:01: die dreizig Jahre muss man natürlich durchhalten weil die gute Botschaft ist das wird ja von Jahr zu Jahr mehr wenn man diesen Kurs durchhält.
00:33:08: was ich ja so spannend fand ist so diese dieses delta zwischen Wahrnehmung von außen und halt Wahrneumung, die man aufbaut wenn man drin steckt.
00:33:18: Und es gibt ja da auch einen Unterschied.
00:33:19: also natürlich ist es schön das zu hören.
00:33:21: aber jetzt in politisch sind natürlich noch Herausforderungen da und das glaube ich ist jetzt so eine Kernherausforderung sich darin nicht zu verlieren Aber sie trotzdem nicht für unwichtig zu halten.
00:33:33: Das ist ja schön dass so Potenzial gesehen wird.
00:33:36: das ändert aber nichts an den Problemen Die Menschen Für Sich Sehen und An Den Ängsten Die Menschen Haben.
00:33:42: Erzähl mir mal nett, dass das Ausland das jetzt toll sieht und hier investieren will.
00:33:45: Aber was hilft es denn mir?
00:33:47: Wenn ich einfach meinen Benzinpreis nicht mehr bezahlen kann oder alles teurer wird oder ich Sorge habe, dass ihr irgendwie alles zusammenbricht und irgendwie sowieso den Eindruck habe, wie wir alles andere als stabil sind.
00:33:58: Da interessiert es mich auch nicht, dass irgendjemand aus dem anderen Land uns für stabil
00:34:02: hält.".
00:34:03: Ja, das ist ja auch völlig nachvollziehbar und deswegen sage ich dir auch, unsere Hausaufgaben auch weiterhin kümmern.
00:34:11: Dabei wird uns das Ausland auch nicht helfen, das erwarten sie natürlich dass wir das irgendwo selber geregelt bekommen.
00:34:16: aber ja ich bleibe mal in einer Schiffsmetaphe.
00:34:18: also wie gesagt unser Schiff ist sehtüchtiger es wird teilweise selber glauben Aber wir müssen trotzdem das Ruder festhalten die Segelreffen und auch an der einen oder anderen Stelle mal Wasser aus dem Kiel schöpfen.
00:34:31: So, jetzt höre ich wieder mit den Maritimen-Vergleichen auf, sonst sagt mir irgendjemand, der von Seefahrt was versteht das ist Unsinn, was du da erzählst?
00:34:37: Ja, das geht ja auch nicht um Seefahrer!
00:34:40: Du weißt ja ich persönlich mag es ja dass wenn in Metapher nur eine Bildung gesprochen wird manchmal ist es mir an manchen Stellen nicht bei dir weil man stellt ein bisschen viel und ein bisschen schräge Wasser.
00:34:50: hat er gerade gesagt fast ja irgendwie nicht.
00:34:52: wir lassen's einfach mal so
00:34:53: stehen Und freuen uns auf das nächste Mal.
00:34:56: Wenn ihr hoffentlich wieder dabei seid, wenn wir sagen lasst uns über Politik
00:34:59: reden und wir wünschen bis dahin eine gute Zeit!
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